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Therapiehund & Co.
Ausbildung & Qualifikation
 


                               Die Ausbildung                                       


beginnt mit der Auswahl der Zuchtsstätte (Erstzuhause) und Verpaarung

(Lisa: kaum größer als ein Gartenzwerg, aber schon in der Ausbildung
zum CANIS PRIMUS-Servicedog!)                                                         



Meine Erwartungen:

gesunde, wesensfeste Welpen ohne Erbkrankheiten, umfangreiches Wissen der Züchter über kynologische Themen, Aufzucht mit vernünftiger Prägung in Haus und Garten, Heranführen an Umweltreize (Haushalt, Gartenspielplatz, Straßenverkehr, Autofahrt) und Training des Sozialverhaltens (Artgenossen, andere Tiere, Menschen).

Schon hier trennt sich die Spreu vom Weizen, unabhängig von Verbandszugehörigkeit und Schönheitstiteln (Champion, Weltsieger usw.)!

Dennoch werden wurfbegleitend regelmäßige Tests durchgeführt, da es auch innerhalb eines Wurfes sehr unterschiedliche Charaktere gibt. Gleichzeitig fängt die Schulung des zukünftigen Halters an, der nicht nur Kommandos kennen muss, sondern vor allem über das Wesen von Hunden, ihre Erziehung, ihr Lernverhalten und ihre Kommunikation umfangreich informiert sein sollte. Dabei lernt allerdings die ganze Familie mit, da der Hund von allen verstanden werden sollte! So gerüstet kann der kleine Welpe kommen. Seine neue Familie erklärt ihm die Welt und er lernt nun alles, was in einer gut funktionierenden Mensch-Hund-Partnerschaft wichtig ist. So ganz nebenbei wird er auf spielerische Art schon mit seinen zukünftigen Aufgaben vertraut gemacht. Weil Welpen sehr neugierig sind und gerne alles ausprobieren, kann man sich genau diese Eigenschaft zunutze machen und auch ungewünschte Verhaltensweisen in die richtigen Bahnen lenken und positiv nutzen. Beispiel: unser kleiner Pfiffikus findet Wäsche ganz aufregend, besonders wenn sie getragen ist. Also schimpfen wir nicht, wenn er ein Teil mopst, sondern freuen uns und lenken ihn zur Waschmaschine oder zumindest zum Wäschekorb, wo schon ein tolles Gutzi auf ihn wartet! Auf diese Weise (positive Verstärkung) lernt unser Welpe viele Dinge zu bewältigen, sogar wenn sie ihm zunächst mal etwas unheimlich erscheinen.  Oberstes Gebot bleiben aber Prägung und Sozialisierung, wobei das gesamte erste Jahr (und nicht nur die ersten 6 Monate) von entscheidender Bedeutung sind!

Das Training wird aufgeteilt in externem Vortraining und anschließendem Haus- und Stadttraining mit dem Halter (step-by-step) im Wechsel, je nach Ausbildungs- und Entwicklungsstand und individuell abgestimmt auf die jeweiligen Lebensumstände.
Wie bei jedem Training gilt: je besser die Bindung desto größer und/oder schneller der Trainingserfolg!

An Hunde für den Besuchsdienst werden im sozialen Bereich ebenfalls hohe Anforderungen gestellt. Sie dürfen z.B. nicht in Panik geraten, wenn sich Menschen ungewöhnlich bewegen, plötzlich laut schreien oder treten. Oft sind Hundebesitzer von der Belastbarkeit ihres Hundes überzeugt, erkennen aber oft noch nicht einmal die ersten Stressanzeichen. So sind auch hier Tests und Vermittlung von entsprechendem Wissen extrem wichtig.

Soll der eigene Hund mit zum Schulunterricht genommen werden, ist auch hier darauf zu achten, dass er belastbar ist (hohe Stressakzeptanz). Auch ein Hund, der Kinder liebt, kann mit der Klassensituation überfordert sein und ganz anders (unerwünscht) reagieren! Tests in entsprechend 
simulierten Situationen sind unbedingt erforderlich, ebenso die Schulung der Halter bzgl. des Wissens rund um den Hund, aber auch im schulpädagogischen Bereich. Dasselbe gilt für Kindergartenbesuche, wobei hier verstärkt auf die kleinkindliche Entwicklung Rücksicht genommen werden muss. Leider gehen viele Anbieter solcher Projekte zu sorglos mit der Verantwortung um und bieten entweder keine Tests oder nur sog. Wesenstests, die fernab jeglicher Realität ablaufen. Bitte erkundigen Sie sich genau bei den entsprechenden Organisationen, zumal ein bekannter Name als Partner keine Garantie für eine vernünftige Ausbildung ist. Glücklicherweise gibt es aber auch verantwortungsvolle Organisationen, die entsprechende Tests und Vorbereitungen anbieten und ehrlich auslesen (auch wenn das dem Halter nicht immer gefällt).

 
Im Therapiebereich gibt es ebenso oft sehr problematische Zustände, da sich jeder "Therapiehundführer" nennen und die "Ausbildung zum Therapiehund" anbieten darf. Während ein Besuchsdienstteam tatsächlich "nur" besucht und Freude bringt (und selbstverständlich dabei auch in gewisser Weise therapeutisch wirkt), sind die Anforderungen an das Therapiehundteam deutlich höher. Hier wird der Istzustand dokumentiert, ein Ziel gesetzt und auf einen Sollzustand hingearbeitet, wobei Hund und Halter entsprechende Qualifikationen vorweisen müssen.
Wer einen (sozio-)therapeutischen Beruf ausführt kann hier sehr gut seinen (geeigneten) Hund einsetzen, wobei das nicht immer in einer Einrichtung sein muss (z.B. freiberufliche Psychologen, Logopäden, Sozialarbeiter usw.)

Meine Qualifikation sowie mein beruflicher Werdegang werden Ihnen bei Interesse lückenlos vorgelegt. Hier an dieser Stelle kann ich Ihnen nur auf Treu und Glauben versichern, dass ich Humanpsychologie und Pädagogik studierte und seit über 25 Jahren mit und für Menschen aller Altersstufen mit und ohne körperlichen und/oder geistigen Einschränkungen arbeite und dabei seit 1994 meine Hunde einsetze. Auch habe ich als externe Kraft den Beschäftigungsbereich in einer Pyrmonter Einrichtung aufgebaut und bin dort zudem Teamleiterin.
Ständige Weiterbildung z.B. im humanpsychologischen Bereich, aber auch bei kynologischen Themen (modern genannt: Hundepsychologie) ist für mich obligatorisch.

Die gezielte Ausbildung von Hunden zu CP-Servicedogs betreibe ich
seit 1994;
als Trainerin unterstützte ich zudem 1998-2009 einen Familienhundeverein (Konzeptionierung und Leitung verschiedener Trainingsgruppen ab Welpenalter bis zur Begleithundeprüfung; nicht rassegebunden).
An Seminaren, Vorträgen, Workshops über Hundeverhalten, Hundeerziehung, Hundeverhaltenstherapie, Hundeausbildung, Hundetraining, Wolfsverhalten usw. habe ich u.a. teilgenommen bei:
Thomas Baumann (Trainerseminar, Problemhunde, La-Ko-Ko)
Günther Bloch (Wolfs- und Hundeverhalten; Toscana-Projekt)
Pia Gröning/Ariane Ullrich (Antijagdtraining)
Perdita Lübbe (Verhalten des Familienhundes)
Dr. Dirk Neumann (Wölfe)
Gabriele Niepel (Welpen)
Brigitte Lange (Obedience)
Martin Rütter (Körpersprache und Kommunikation)
Mareike Stolpmann (Mantrailing/Menschensuche)
Sabine Winkler/Beate Pötting (Abwechslung im Hundetraining;   
                                         Menschentraining)

plus umfangreicher Bibliothek über Verhalten, Probleme, psychische und physische Gesundheit und Entwicklung, Ernährung, Zucht, Physiotherapie, Training usw. von A wie Aldington bis Z wie Zimen
und anderen Fortbildungsmedien sowie Studium der Tierpsychologie mit Schwerpunkt Hund am Institut für berufliche Weiterbildung, Züchterschulungen u.v.m.

Auch wenn es sich von selbst verstehen sollte, muss ich es hier noch einmal betonen:
man braucht keinen Starkzwang und keine Schläge, um Hunde auszubilden oder zu erziehen!
Zwar werden in der Hundewelt auch Welpen reglementiert, aber immer angemessen und ohne das Vertrauen zu zerstören! Menschen sind keine Hunde und Hunde keine Menschen, aber Hunde sind sehr anpassungsfähig und versuchen, uns Menschen zu "lesen". Das ist für sie schwierig, weil unsere Körpersprache nicht nur grob sondern auch oft widersprüchlich ist. Wir Menschen sollten uns an diesem Bemühen unserer Hunde ein Beispiel nehmen und "hündisch" lernen - das erleichtert vieles und beugt Missverständnissen vor!
Ich denke, dass wir das unserem Freund, Kumpel, Partner und Helfer auf vier Pfoten einfach schuldig sind!

Evelyn Buchholz-Dassen         Telefon: 05281 - 165904